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Drei wilde Räuber

26. Januar 2022

“Die Fotografin heute heißt auch so wie Mama”
“Heißt sie dann auch Mama?”

Mit “Mama” und ihren drei kleinen wilden Räubern hatte ich ein wunderbares Shooting im Spätsommer. Nachdem wir schon fast unzählige Male den Termin auf Grund des Wetter verschieben mussten, hatte es dann endlich geklappt und wir haben uns alle gefreut endlich loslegen zu können!

Wie ist so ein Shooting mit kleinen Wirbelwinden?
Die Jungs wollten natürlich rennen, die Natur erkunden, gemeinsam ihre Kräfte messen und sowieso lieber alles andere machen als Fotos. Aber – ha! Da komm ich ins Spiel und meine Liebe zu natürlichen Aufnahmen aus dem Moment. Während Mama immer mal wieder Zweifel hatte ob das so überhaupt etwas wird mit schönen Aufnahmen, hab’ ich mich schon wie ein kleines Schnitzel gefreut und versucht ihr ihre Bedenken zu nehmen. Ich verstehe absolut, dass man mit einer gewissen Vorstellung in ein Shooting geht. Nicht alle Tage nimmt man das Geld und die Zeit in die Hand und möchte, dass dann auch alles “funktioniert”.
Wenn ihr euch für ein Shooting bei mir entschieden habt, dann habt ihr euch für Natürlichkeit entschieden und für eine fotografische Begleitung und nicht für ein gestelltes Shooting mit Posen.

Um natürliche Bilder entstehen zu lassen, geht es um die Akzeptanz dessen was ist. Es geht um die Akzeptanz des Gegenwärtigen und es geht darum, nicht einer Wunschvorstellung mit Zwang nachzujagen. Ich sag immer “lasst sie rennen, so sind sie und so ist das Leben. Euer Leben in der aktuellen Phase. Das ist ihre Kindheit.” Und genau diese Kindheit mit all ihren Gefühlen möchte ich versuchen zu konservieren. Für euch und für die Kleinen. Macht euch also keine Sorgen wenn es mal zu wild wird oder ihr kleine Wirbelwinde zu Hause habt, jeder ist willkommen und genau perfekt so wie er ist.

Jede Familie ist einzigartig und ganz individuell und so sind auch die Kinder. Manche sind sehr ruhig, beobachten viel, kuscheln gerne während andere lieber über die Wiese rennen, Grashüpfer fangen, klettern und fangen spielen. Und genau das ist gut so. Mein Herz schlägt dafür und es ist mein Ziel eines jeden Shootings genau diese Persönlichkeiten herauszuarbeiten und zu verewigen. Deshalb versuche ich auch immer viel abzuwechseln während wir die Bilder machen. Die Kleinen sollen rennen dürfen und ihrem Drang nach Bewegung und Erkundung nachgehen dürfen, aber die Mama soll auch ein schönes Kuschelbild erhalten dürfen 😉


Die wilden Räuber und das lebhafte Shooting hat uns die Möglichkeit geschenkt, wahrhaftige Aufnahmen ihrer Kindheit zu kreieren. Denn da wo Leben ist, kann man auch Leben einfangen und festhalten.

Bildlook und Wirkung:
Die Bilder sind im Spätsommer entstanden. Um diese Jahreszeit hat man ein wahnsinnig schönes, warmes Licht. Die Outfits waren mit ihren Farben super aufeinander abgestimmt. So haben sich Farben innerhalb der Familie wieder gefunden. Dennoch wirkte alles sehr leger und authentisch. Dadurch, dass sie unifarbene Kleidung gewählt haben (ohne Aufdruck) oder nur leichte Muster, wirkt alles sehr ruhig und harmonisch. Die Farben sind genau die Farben die ich tatsächlich immer für ein Shooting empfehle: Naturfarben, die sich auch in der natürlichen Umgebung wieder finden und somit ein schönes Gesamtbild ergeben. Zudem bringen diese Farben oder Farbkombination viel Wärme ins Bild. Strukturierte Materialien wirken immer toll auf Bildern: hier z.B. die Musselinhose des Babies.

Shootingzeit: September, ca. 18.30-20.30Uhr